Erste Gardistensonderausbildung

Nach den großen Feldzügen ist es für die Gardisten an der Zeit zu ruhen und üben. Seit dem Sommerfeldzug ist einige Zeit vergangen, in welcher die Gardisten Zeit zur Erholung hatten. So treffen sie sich jetzt für eine Erweiterung ihrer Fertigkeiten im Rahmen der Sonderausbildung für Gardisten. Eigentlich sollte diese, wie gewohnt, von dem geschätzten Wachtmeister durchgeführt werden. Da dieser aber in eine Taverne nähe Nubingens abkommandiert wurde, hat die Leitung der Ausbildung Korporal Volkmar übernommen.

Die Gardisten wurden in ihren Grundfertigkeiten weitergebildet. Dazu gehört der Kampf mit Schwert und Schild in und außerhalb der Formation, das Ausüben von erster Hilfe am Schlachtfeld, das Exerzieren in der Gruppe, das Durchführen von zivilen Schutzaufgaben, die Fallschule und Kenntnisse in Religions- und Landeskunde des Landes Thrimors. Ein besonderes Augenmerk wurde in dieser Sonderausbildung auf die Ausbildung zweier spezieller Einsatzgruppen gelegt. Die Gardisten konnten sich zwischen einer Bogen- und einer Späherausbildung entscheiden, in welchen jeweils die Fertigkeiten der Fachrichtung intensiv gelehrt wurden. Neu in dieser Gardistenausbildung war der Knetkurkurs, in welchem den Gardisten gezeigt wurden, wie sie die Kampfkraft ihrer Kameraden in einer ruhigen Minute aufrechterhalten können. Ebenfalls neu in dieser Ausbildung war eine Lektion für die Beschaffung von Informationen, in welchen die Gardisten kleine Aufgaben während der gesamten Ausbildung zu erfüllen hatten. Trotz seiner Aufgaben an anderen Orten konnte es sich der Wachmeister erlauben dem Abschluss der Gardistenausbildung und dem anschließenden Tavernenabend beizuwohnen. Überraschender Weise leistete der geschätzte Ratsherr Erlaucht Diantus Nordrassil mit seinem Berater, dem Freiherrn Florenz, der Truppe am Tavernenabend Gesellschaft.

 

Für den Inhalt der Gardistenausbildung unerheblich, aber dennoch erwähnenswert ist die Degradierung des Feldrecken Allfried. Dieser hat sich auf dem Sommerfeldzug eine Verfehlung erlaubt, weshalb Gefreite Milea und Floriane äußert schlecht auf diesen zu sprechen sind. Korporal Volkmar hat in Abwesenheit des Wachtmeisters deshalb eine Verurteilung Allfrieds und seiner eigenen Wenigkeit vollzogen. Sein Versuch sich selbst zu degradieren wurde nicht nur von der Gruppe nicht akzeptiert, sondern auch vom Wachtmeister auf das schärfste kritisiert und abgelehnt. Die Verurteilung Allfrieds wurde durch den Wachtmeister im Namen der Führung der Armee jedoch bestätigt.

Ebenfalls erwähnenswert sind die Geschehnisse am letzten Abend. Im Laufe der Ausbildung ist eine geheimnisvolle Karte aufgetaucht, deren Spur Allfried und die zwei neuen Feldrecken Marie und Wibert sogleich gefolgt sind. Am Ziel der Aufzeichnungen haben diese eine Flasche Met im Wald entdeckt. Diesen haben sie dann an einer Zivilistin getestet und anschließend wurde dieser an die ganze Truppe, einschließlich dem Ratsherrn ausgeschenkt. Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner wissen, dass vor vielen Jahren ein Kobold die Geister seiner Ahnen in diese Flüssigkeit eingebraut hat. Um eine Verwandlung der Truppe und des Ratsherrn zu vermeiden, wurden die Anweisungen des plötzlich aufgetauchten Kobolds gewissenhaft befolgt und mit einem Tanz in der Nacht die Geister aus den Anwesenden getrieben. Ihre Taten hatten für die drei Schatzsucher jedoch ein Nachspiel. Diese wurden aufgrund eines Anschlags auf den Ratsherrn verurteilt. Jeder von ihnen erhielt Peitschenhiebe und Allfried wurde innerhalb der Einheit auf einen Rang unter dem eines Rekruten degradiert. Eine härtere Strafe wurde nicht ausgesprochen, da der Ratsherr nicht absichtlich vergiftet wurde.