Alvinion

Steckbrief

 

 

Lage:nördliches bis zentrales Thrimor
Einwohner:53.580 (laut letzter Volkszählung)
Oberhaupt:Ratsherr Dianthus Nordrassil
Verwaltungsstadt: Obturum
Städte:Obturum, Arkadis
Geographie:sanfte Hügel, weite Ebenen
Wirtschaftsgüter:Nahrungsmittel (Obst, Gemüse, Getreide, Milch und Milcherzeugnisse, Fleisch, Eier

Werkzeug (Hämmer, Zangen, Sensen, Schaufeln, Pflüge, etc.)

Rohstoffe (Holz, Lehm, Ziegel, Stein, Granit, Marmor, Eisenerz)

Besonderheiten:


Cantharische Akademie der magischen Künste

Händlergilde, Handwerkergilde

Sonstiges:Obturum ist die Hauptstadt des Landes

 

Die Stadt Obturum

Ein kleines Stück nördlich des mysteriösen Farun-Waldes in den Ländereien von Alvinion befindet sich die Hauptstadt des Landes Thrimor. Zudem ist der Wohn- und Amtssitz des Ratsherrn Dianthus Nordrassil hier zu finden.

Wegen seinem üppigen und fruchtbaren Umland wird Alvinion auch gemeinhin als die Kornkammer des Landes bezeichnet. In Obturum ist der Hauptumschlagplatz vor allem für Nahrung, aber auch viele andere Dinge des täglichen Bedarfs, der große Markt auf dem Platz des Goldenen Schillings im südlichen Teil der Stadt. Der Platz verdankt seinen Namen einem Vorfahren von Salvor Traderik, dem Leiter der Obturumer Handelsgilde, welcher vor vielen Generationen sein erstes, hart verdientes Gold in einen Schilling prägen ließ und diesen in der Erde unter dem Platz vergrub. Er tat dies mit den Worten: „Möge dieses Gold als Symbol des freien und ehrlichen Handels diesen Platz zu einem Ort der gesegneten Geschäfte machen.“, und gründete wenig später mit seinen Söhnen die Obturumer Handelsgilde, welche sich seit diesem Tag im Besitz der Familie Traderik befindet und deren Hauptsitz sich noch heute am Platz des Goldenen Schillings befindet. Eine Legende besagt, dass die Götter der Familie Traderik durch das Opfer ihres Vorfahren wohlgesonnen wären und sie seit dem mit rosigen Geschäften segnen. Doch die Legende besagt auch, dass, sollte der berühmte Goldene Schilling jemals aus der Erde unter dem Platz entwendet werden, das Glück der Traderiks ein jähes Ende finden würde.

Folgt man den breiten Straßen der Stadt – durch das frohe und gesellige Treiben ihrer Bewohner hindurch – ein Stück gen Norden, so wird man sich bald am zweitgrößten Platz Obturums wieder finden, dem Platz der vier Elemente. Dabei werden selbst einem unkundigen Besucher sofort zwei wesentliche Gebäude ins Auge stechen:

Zum einen befindet sich hier der reich geschmückte und allzeit gut bewachte sowohl Amts- als auch Wohnsitz des Ratsherrn Nordrassil. Sämtliche Entscheidungen, welche die Politik oder die Verwaltung der Stadt Obturum oder der Länderei Alvinion betreffen, werden hier vom Ratsherrn oder dessen Vertretern mit Hilfe unterschiedlicher Berater getroffen. Auch Ansprachen an die Bevölkerung werden auf dem Platz vor dem Amtgebäude abgehalten.

Zum anderen erkennt man, direkt gegenüber dem Amtsgebäude, sofort das monumentale und magisch gesicherte Tor zur Cantharischen Akademie der magischen Künste, welche zugleich auch den Hauptsitz des Cantharischen Ordens der Magier darstellt. Leuchtende Runen und schwebende Kristalle zu beiden Seiten tragen machtvolle Schutzzauber und flößen vielen Passanten seit jeher Respekt ein. Jenseits des Tores auf dem Innenhof der Akademie bieten laufend junge Magier ihre Dienste an, um dem einfachen Volk zu helfen und (nicht zuletzt) etwas Geld zu verdienen.

Rings um die Stadt herum, mit einer Dicke von drei Metern, einer Höhe von mehreren Mannen und gespickt mit noch höheren Wachtürmen, erstreckt sich die massive Stadtmauer von Obturum. Diese alte, aber solide Befestigung der Stadt hatte sich in der Vergangenheit bereits bewährt, als einer der größten Ork-Stämme des Landes es tatsächlich wagte, einen Angriff auf Obturum durchzuführen. Die angreifenden Wilden wurden allerdings, wie zu erwarten war, von den heldenhaften Gardisten des Thrimorer Heeres aufgehalten und in die Gebirgsregionen im Westen des Landes vertrieben. Ein Felsbrocken, welcher zur Zeit des besagten Angriffs von einem orkischen Katapult auf die Stadt abgefeuert wurde, steckt heute noch in der Westflanke der Stadtmauer und dient seitdem als Denkmal für die unerschütterliche Standhaftigkeit des Thrimorer Heeres.

 

Die Stadt Arkadis

Östlich der Hauptstadt Obturum am Fuße des Gebirges, welches Thrimor umschließt, befindet sich die Stadt Arkadis.

Die Stadt ist weitläufig bekannt als das „Zentrum des Handwerks“ in Thrimor. Seit jeher bieten hier die verschiedensten Handwerker aus allen Bereichen ihre Dienste an, was auch dazu geführt hat, dass die Thrimorer Handwerksgilde in Arkadis ihren Hauptsitz hat. Die Aufgabenbereiche der Gilde umfassen die Koordination der Herstellung von Werkzeugen, die Kooperation mit der Obturumer Handelsgilde zum Vertrieb dieser Werkzeuge, sowie die Verwaltung und Vermittlung des gesammelten Wissens verschiedenster handwerklicher Zünfte (Zimmerei, Töpferei, Schmiedekunst, Steinbearbeitung, usw.).

Ein weiterer wichtiger Grund für die Ansiedlung vieler Handwerker in Arkadis ist der Umstand, dass sie die Materialien für ihre Tätigkeiten größtenteils direkt aus der Umgebung beziehen können. Das Holz bieten bzw. boten einige wenige Holzfäller im Umfeld der Stadt bzw. aus Nubingen kommende Händler der Handelsgilde im Stadtzentrum (letztere Kleinstadt muss allerdings erst von den Untoten wieder befreit werden, ehe sich dort freier Handel durchsetzen kann); der Lehm für die Töpferei und die ansässige Ziegelbrennerei lässt sich aus den Lehmgruben südlich der Stadt fördern; das Eisenerz für die Metallherstellung kommt aus einzelnen Bergwerken im Osten der Stadt bzw. über diverse Händler aus den reichhaltigen Minen in Tharul und Tharheim; Granit, Marmor und anderes Gestein stammt aus den vielen Steinbrüchen östlich von Arkadis und wird zudem neben dem Lehm als eines der Hauptexportgüter nach Trevi – in die Stadt der Künste – geliefert.

Die Befestigungen der Stadt belaufen sich lediglich auf eine einfache, aber geschlossene Holz-Palisade und einige hölzerne Wach- und Spähtürme zum Überblicken des umliegenden Gebietes. Da sich die Gebäude von Arkadis selbst in einer Talsenke befinden, wurde die Palisade jedoch auf der umschließenden Anhöhe um die Stadt herum errichtet, um etwaigen Angreifern immerhin den Vorteil des erhöhten Standorts zu nehmen. Der Grund für diese minimalistischen Befestigungen ist die relativ geringe Gefahr für einen wirklich schwer wiegenden Angriff: Im Osten der Stadt befinden sich die Berge des „Thrimorer Rings“ (der Gebirgszug, der das gesamte Land umschließt), südlich wird die Ebene begrenzt durch den magischen Farun-Wald, und im Norden sowie im Westen sorgen die vorgelagerten Städte Obturum, Wolfenruh und Tharis für einen verhältnismäßig guten Schutz vor den umherstreifenden Nomadenstämmen der Orks. Jedoch seit dem überaus dreisten, direkten Angriff eines der Ork-Clans auf Wolfenruh ist die Stadtverwaltung von Arkadis zunehmend beunruhigt und beauftragt daher immer wieder Arbeiter und Bauern im Umland der Stadt mit diversen Späh-Diensten, um so zumindest frühzeitig vor einem bevorstehenden Angriff gewarnt zu sein.

Zusätzlich zu den Gefahren von außen zeichnen sich auch innerhalb der Stadt jüngst Unruhen und Streitigkeiten zwischen den Handwerkern ab. In der Debatte geht es um das Vorhaben einiger Arbeiter, für ihre Anfertigungen auch Holz aus dem nahe gelegenen Farun-Wald zu verwenden. Das unbescholtene Fällen von Bäumen aus diesem Wald ist jedoch seit jeher nur ein paar wenigen elfischen Handwerkern vorbehalten, welche das nötige Feingefühl für den Umgang mit dem magischen Wald besitzen. Ein Eingriff in den Wald durch eine Vielzahl menschlicher Arbeiter könnte jedoch – so befürchten zumindest einige – den Zorn des Farun provozieren und großes Unheil über die Stadt bringen. Man darf deswegen auch hier gespannt sein, wie sich diese Geschichte entwickeln wird…

 

 

Flora

Alvinion ist die Kornkammer der Grafschaft Thrimor. Rund um die Hauptstadt Obturum erstrecken sich weite Hügelländer, die über und über mit Getreide und Gemüse oder auch nur mit Gras als Tierfutter bepflanzt werden. Jeder Bauer Alvinions,  der etwas auf sich hält, hegt und pflegt seinen Obstgarten. Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kirschen, Quitten und viele andere Früchte werden von Obturum aus nach ganz Thrimor gekarrt.

In den westlichsten Teilen Alvinions, im Felsenmeer, lassen sich vereinzelt Igelwiesen finden. Diese versteckten Plätze sind für Wanderer ohne festes Schuhwerk äußerst gefährlich. Diese Grasart entwickelt extrem scharfe Halme, welche einem Menschen die Fußsohlen soweit verwunden können, dass dieser nicht einmal mehr gehen kann.

 

 

Fauna

Da Alvinion von verhältnismäßig sehr vielen Menschen bevölkert ist, wurde das Gebiet weitestgehend an die Grundbedürfnisse des Menschen angepasst. Dementsprechend setzt sich die Fauna in Alvinion überwiegend aus Zucht- und Mastvieh (Rinder, Schweine, Schafe, Hühner) unter bäuerlicher Obhut zusammen. Einzig im Westen der Länderei findet man aufgrund der spärlichen Besiedelung und der orkischen Nomadenstämme noch einige wilde Löffelhoppler, Geweihhufer und anderes Getier.

 

Hauptexportgüter

Nahrungsmittel

Die Länderei Alvinion ist weithin bekannt als die Kornkammer des Landes Thrimor. Ackerbau und Viehzucht sind die hier vorherrschenden Formen der Arbeit, und die Bauern in Alvinion sind sehr stolz auf ihre Tätigkeiten. Seit Generationen werden hier vielerlei Arten Obst und Gemüse sowie verschiedenste Getreidesorten angebaut und geerntet. Diese Erzeugnisse werden überwiegend von den ansässigen Bäckern und Köchen weiter verarbeitet oder direkt verspeist, teilweise dienen sie aber auch anderen Bauern wiederum als Nahrung für ihr Vieh. Köstliche Fleischspezialitäten und hervorragende Milchprodukte sind schließlich das Ergebnis daraus. Alvinion wird so zum Hauptexporteur von Getreiden innerhalb Thrimors, aber auch besondere Spezialitäten wie Hartwurst, Rohschinken und ganz ausgezeichnete Käse werden im ganzen Reich vertrieben.

 

Holz, Lehm, Stein, Eisenerz

Die Waldtstücke, Lehmgruben und Bergwerke nahe der Stadt Arkadis im Osten Obturums liefern den Handwerkern des Landes die Grundlage für ihre Arbeit. Aus diesem Grund sind auch viele von ihnen in der Stadt Arkadis beheimatet und bieten ihre Erzeugnisse (vor allem Werkzeuge) und Fähigkeiten dem gemeinen Volk an. Doch die Handwerker aus Arkadis unterscheiden sich wesentlich von jenen in Trevi, denn sie sind viel mehr praktisch als künstlerisch veranlagt. Deswegen werden viele Ressourcen aus Arkadis auch direkt in die Stadt der Künste geliefert, wo sie schließlich zu grandiosen Statuen oder ähnlichen Kunstwerken verarbeitet werden.