Politik

Allgemein 

Jegliche wichtige politische Entscheidung Thrimors geht vom Grafen Folken Tirell Thrimos aus, welcher in der Regel Rücksprache mit den Ratsherren des Landes hält. Diese verwalten die  Ländereien Alvinion, Tharis, Farun, Lanyrien und Niel’janira und sorgen auch in erster Instanz für die Durchführung dieser Entscheidungen. Die zweite Instanz bilden sogenannte Landvogte, die sich meist auf Reisen quer durch das Land befinden.

 

Wichtige Personen

 

Graf:

Folken Tirell Thrimos

 

Ratsherren:

Alvinion:Dianthus Nordrassil
Farun:Deagal Remyr
Lanyrien:Valerian Remyr
Niel'janiraGwenderon Amon'din
TharisLyssa Floare

 

 

Der Graf 

Die Regierungsform Thrimors ist ganz klar monarchisch aufgebaut, der Alleinherrscher über Thrimor ist der Graf Folken Tirell Thrimos. Der Graf trifft alle wichtigen Entscheidungen, erlässt alle Gesetze und ist die höchste gerichtliche Instanz. Gewaltenteilung gibt es keine, somit verfügt der Graf über politisch uneingeschränkte Macht. Nun mag verwundern, warum das Oberhaupt Thrimors den Titel Graf und nicht König trägt - das kommt daher, dass Thrimor eine Grafschaft ist, die durch den Fluch, der in Ciryon wütete, unbeabsichtigt unabhängig wurde. Über die Generationen wurde das Land ringsherum großteils vergessen und der Graf in die Position eines Königs erhoben. Der Titel blieb und ist somit ein Relikt aus der Zeit vor dem Fluch.

Im Gegensatz zu vielen anderen Monarchien gibt es keine ererbte Thronfolge. Allerdings handelt es sich auch nicht wirklich um eine Wahldemokratie, denn der einzige Wahlberechtigte ist der Graf selbst. Der Graf wählt denjenigen als Nachfolger, den er dafür am fähigsten erachtet. In den häufigsten Fällen fällt diese Wahl auf ein Kind oder einen Enkel des Herrschers selbst. Söhne und Töchter des Grafen werden dennoch mit Prinz und Prinzessin angesprochen, selbst dann, wenn ihr Vater schon gestorben ist und ein anderer seinen Platz eingenommen hat.

 

Die Ratsherren

Der Rat Thrimors stellt die fünf engsten Berater des Grafen. Den Einfluss, den die Ratsherren auf den Grafen haben, ist nicht zu unterschätzen, allerdings bleibt es nicht nur bei dieser beratenden Funktion. Jeder Ratsherr bildet das Oberhaupt über eine der fünf Ländereien. Sie setzen die Interessen des Grafen in diesen Gebieten durch, vertreten umgekehrt die Anliegen der Ländereien gegenüber dem Grafen, sofern sie diese als sinnvoll erachten und fungieren als Richter. Militärisch stehen sie über allen Rängen, ausgenommen dem obersten General des Grafen.

Ratsherren gelten als Vertreter des Volkes vor dem Grafen und werden deshalb gewählt, allerdings ist nicht klar definiert, wer wahlberechtigt ist. Sicher ist man sich nur, dass ein Wähler in erster Linie Geld, Ansehen oder Beliebtheit braucht, damit seine Stimme auch gehört wird. Dieses Prinzip erscheint den Bewohnern Thrimors recht einleuchtend und wird nur selten hinterfragt. Traditionsgemäß kommen die Ratsherren aus den gleichen Familien wie jeher. Ihre Familien sind die ehrwürdigsten und ältesten des hohen Adels. Sie sind dementsprechend einflussreich und die Familienmitglieder besetzen nicht selten wichtige Positionen in Thrimor. Keiner, der in Thrimor aufgewachsen ist, würde hierbei aber von Vetternwirtschaft sprechen. Dies ist einfach eine Tradition, die schon immer so war und wohl auch immer so bleiben wird.

Wenn von „Adel“ gesprochen wird, ist damit mitnichten ein, wie in anderen Ländern, rein erblicher Titel gemeint. Das Bewusstsein, ein gemeinsames Volk, ein einzelner Körper zu sein, ist für den Thrimorer so stark, dass es für ihn keine Blutsunterschiede gibt. Als adelig gilt, wer Geld, Macht und Ansehen hat und sich adelig, das heißt edel, verhält. So gibt es beispielsweise durchaus die Leibeigenschaft in Thrimor, in die sich ein Mensch freiwillig begibt, weil er sich dafür Schutz verspricht, es gilt aber als fein, seine Arbeiter trotzdem auszubezahlen, während ein Herr, der seine Untertanen ausbeutet, auch von seinesgleichen als etwas primitiv und ärmlich betrachtet wird.

Ähnlich ist auch das Wort „Ritter“ ein reiner Ehrentitel, der für besondere Verdienste im Militär verliehen wird.

 

Politische Brandherde 

 

Innenpolitik

Der schlimmste Feind, der Thrimor im Moment heimsucht, ist die Bruderschaft des ewigen Lebens. Die finsteren Schergen des Geheimordens haben kürzlich die Kleinstadt Nubingen, die aufgrund seiner Lage eine bedeutend größere wirtschaftliche Bedeutung zukommt, als es auf den ersten Blick den Anschein haben könnte, überrannt, seine Bevölkerung versklavt und getötet (häufig in umgekehrter Reihenfolge) und eine große, magische Kuppel um Nubingen errichtet, die es dem Entsatzheer bis heute unmöglich macht, Nubingen zurückzuerobern.

Abgesehen von den kleinen Fehden und Intrigen, die sich ab und an zwischen dem Adel abspielen, liegt ansonsten das Hauptaugenmerk innerhalb des Landes auf den verschiedenen wilden Orkstämmen, die in kleineren Gruppen, besonders im Gebiet des Tiledansees, plündern und brandschatzen.

Der Ratsherr Valerian Remyr klagt über aufbegehrende Gnome, die Anspruch auf die Tharuler Minen erheben und sich weigern mit dem Ratsherrn zusammenzuarbeiten. Dies ist mittlerweile sogar in einen recht kleinen, aber lästigen "gnomischen Befreiungskampf" ausgeartet, der mit Sabotagen und Überfällen den Minenarbeitern das Leben schwer macht.

 

Außenpolitik

Neben innenpolitischen Problemen plagt den Grafen, was seit der Öffnung der Grenzen Thrimors von außen auf die Grafschaft zukommt. Durch den ersten Kontakt zur Außenwelt seit Generationen ist die Situation Thrimors völlig neu.  Erstmals wird die Grafschaft mit anderen Herrschern und auch mit deren Armeen konfrontiert. Völlig neue Fronten tun sich auf:

 

Alt-Ciryonisches Reich

Der Rat der Fürsten Ciryons könnte eine ernsthafte Bedrohung für die Unabhängigkeit Thrimors werden, da Thrimor zu Zeiten vor dem Fluch Teil Ciryons war. Nun, da der Fluch gebannt ist, hat das Alt-Ciryonische Reich seinen Herrschaftsanspruch über das Tal Uninga schon wieder geltend gemacht. Ciryonische Truppen sind unter dem Vorwand, Uninga vor einem Einfall der Thrimorer zu schützen in Uninga stationiert. Die Tatsache, dass diese „Schutztruppe” zahlenmäßig größer ist als die kleine uningarische Armee, zeigt eindeutig, dass es sich hierbei viel eher um eine Besatzungstruppe handelt.

 

Neuandorien
Über eine noch sehr wilde und gefährliche Route vom Norden Thrimors ausgehend, kommt man nach mehrwöchiger Reise ins Lande Neuandorien. Dieses Land scheint für Handelsbeziehungen wie geschaffen zu sein. Jedoch sind auch schon Konfliktpunkte erkennbar. In Neuandorien ist Sklavenhandel mit einem primitiven Menschenvolk namens „Falken” ganz natürlich. Sklaverei ist in Thrimor jedoch verpönt und verboten – zwar begeben sich arme Bauern in Leibeigenschaft, Menschenhändlern wird aber mit Verachtung begegnet. Abgesehen davon gibt es Gerüchte, dass der neuandorische Adel weitaus intrigendurchsetzter sein soll als der thrimorische.

 

Uninga
Im Süden Thrimors liegt das Tal Uninga. Dies ist die einzige derzeit bekannte Verbindung von Thrimor nach Ciryon. Uninga war zu Zeiten vor dem Fluch ein Lehen Thrimors und auch sehr wichtig für Thrimor. Uninga hat zwar nicht viel, aber von dem wenigen, das sie haben, genug. Uninga hat Salz. Und Salz ist Mangelware in Thrimor. Aus diesem Grund und anderen hat der Graf gleich nach Öffnung der Grenzen seinen Herrschaftsanspruch wieder auf Uninga erweitert. Die uningarischen Tölpel haben zur Antwort eine der ersten ciryonischen Handelskarawanen, die nach Thrimor reisen wollte, um deren Ladung erleichtert. Die Karawane hatte jedoch eine wertvolle Porzellanlieferung für den Ratsherrn Valerian Remyr geladen. Dieser ist seit diesem Vorfall äußerst schlecht auf die uningarischen Barbaren zu sprechen. Schließlich haben sie seiner Hochzeit und seiner Ehre Schaden zugefügt. Desweiteren haben sich die intelligenten Uningaren aus Angst vor Thrimor Hilfe suchend an Ciryon gewandt, welches Uninga daraufhin kurzerhand besetzt hat.