{"id":253,"date":"2021-02-05T22:19:21","date_gmt":"2021-02-05T21:19:21","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch2.thrimor.at\/?page_id=253"},"modified":"2022-02-09T16:57:47","modified_gmt":"2022-02-09T15:57:47","slug":"gesellschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/gesellschaft\/","title":{"rendered":"Gesellschaft"},"content":{"rendered":"\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-456\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_7641.jpg 1067w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Frauen und M\u00e4nner<\/h3>\n\n\n\n<p>Zuallererst sei hervorgehoben, dass Thrimor keine patriarchalische Gesellschaft ist &#8211; eher im Gegenteil. Eine Familie wird in unserem Land \u00fcber die Linie der Mutter definiert und diese gibt auch das Erbe an ihre erstgeborene Tochter weiter. Dementsprechend zieht der Mann nach der Heirat zur Familie seiner Frau und wird dort am Hof oder im Handwerk der Familie mitarbeiten (Die Mutter wird schon daf\u00fcr sorgen, dass ein Werber f\u00fcr ihre Tochter die richtigen F\u00e4higkeiten mitbringt).<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nner sind nach Ansicht der Thrimorer f\u00fcr k\u00f6rperliche Arbeit geschaffen. Geistige Aufgaben sind die Dom\u00e4ne der Frauen. Aus dieser Weltsicht hat sich eine Rollenverteilung entwickelt, in der Berufe wie Magier, Priester, Schreiber und auch Anf\u00fchrer eher Frauen zugeordnet werden. Auch verwaltet die Frau das Verm\u00f6gen und den Haushalt. Als Kluge, Denkende und Mitf\u00fchlende genie\u00dft die Frau einen hohen Stellenwert, auch wenn M\u00e4nner und Frauen prinzipiell vor dem Gesetz fast gleich sind (Frauen genie\u00dfen allerdings einen besonderen Schutz vor Gewalt durch M\u00e4nner, vor allem Gatten). Nat\u00fcrlich gibt es auch in typischen Frauenberufen M\u00e4nner, insbesondere in der <a href=\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/magie\/\">Cantharischen <\/a><a href=\"https:\/\/www.thrimor.at\/hintergruende-it\/magie\/\">Akademie<\/a> wird nach dem Geschlecht nicht gefragt, aber auch Schreiber, Gelehrte und Priester sind immer h\u00e4ufiger auch m\u00e4nnlich. Die Meinung dazu ist gespalten: Die einen sehen es als Aufstieg und Emanzipation, die anderen als weibisch und schlichtweg falsch. Grunds\u00e4tzlich sind diese Rollenbilder aber nicht sehr starr: Es gibt ja immerhin auch Pl\u00e4nklerinnen und schwere Infantristinnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">vertiefend<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">Eigenst\u00e4ndiges Nachdenken gilt als recht feminin. Ein m\u00e4nnliche Tugend, deren Stellenwert genauso hoch eingesch\u00e4tzt wird wie Tapferkeit und St\u00e4rke ist Gehorsam (das bezieht sich freiwillig nicht nur auf die eigene Gattin, die Haus und Hof schmei\u00dft und die Finanzen verwaltet, sondern auch und vor allem auf Befehlshaberinnen und Vorgesetzte). Aufgabe des Mannes ist es in unserer Gesellschaft, die Anweisungen der Frauen auszuf\u00fchren und durchzusetzen. Adelige Frauen oder allgemein Frauen in F\u00fchrungspositionen nutzen h\u00e4ufig m\u00e4nnliche Vertraute, um ihre Anweisungen verk\u00fcnden und die Durchf\u00fchrung \u00fcberwachen zu lassen. Diese werden als ihre &#8222;Stimme&#8220; bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Rollenverteilung hat sich auch eine sehr berufsspezifische Mode entwickelt. R\u00f6cke, Roben und ausgefallene Gew\u00e4nder sind Zeichen der herrschenden Schichten und gebildeten Berufe. Auch M\u00e4nner in \u201eFrauenberufen\u201c wie Schreiber, Magier oder Priester tragen Roben, einer gesellschaftlich anerkannten Nachahmung von Kleidern. Bauern, Handwerker und Soldaten tragen Hosen und praktische Kleidung.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewalt gegen Frauen ist in Thrimor stark verp\u00f6nt und wird sowohl von der Gesellschaft, als auch von der Garde hart geahndet. Obsz\u00f6ne Bemerkungen gegen\u00fcber Frauen gelten als h\u00f6chst unanst\u00e4ndig und werden ge\u00e4chtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesprochen werden in Thrimor gleich- oder h\u00f6herrangige Frauen mit \u201eDame\u201c. Vorgesetzte oder im Stand deutlich H\u00f6here werden mit \u201eHerrin\u201c angesprochen. Adlige werden standesgem\u00e4\u00df mit \u201eEdle\u201c angesprochen. Zu unverheirateten M\u00e4nnern sagt man \u201eJunker\u201c. \u201eHerr\u201c wird f\u00fcr alle Verheirateten, die gesellschaftlich auf einem \u00e4hnlichen oder h\u00f6heren Niveau stehen, genutzt. Ein Adliger wird mit \u201eEdler\u201c angesprochen.<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sex<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit Sexualit\u00e4t wird in Thrimor recht offen umgegangen. Sicher, die Freiheit kennt Grenzen: Wer sich mit Tieren, Kindern oder gar Orks vergn\u00fcgt, wird in Thrimor so sehr ge\u00e4chtet wie andernorts, und was Vergewaltigung angeht, sind die Thrimorer noch strenger als die meisten &#8211; ist es doch sogar schon von Gesetz und Gesellschaft verboten, eine Frau auch nur zu schlagen. Dar\u00fcber hinaus ist f\u00fcr ungebundene Thrimorer aber vieles erlaubt und gebilligt: Man muss weder bei einem einzelnen Partner (weder nacheinander noch zur selben Zeit) noch bei diesem oder jenem Geschlecht bleiben. Sich mal die Nacht mit einem Elfen zu w\u00fcrzen wird mancherorts gar als schick angesehen. Freilich, ob ein M\u00e4dchen, das bei jedem Fest einen anderen Kerl mit aufs Stroh nimmt, oder ein Junker, der mit jeder Dame herumknutscht, die genug Met getrunken hat, noch so gut ankommt, das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"spoiler-wrap\">\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-head folded\">vertiefend<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"spoiler-body\">All das \u00e4ndert sich mit der Verlobung, die als eine Art Pr\u00fcfung gesehen wird. Ein Jahr lang m\u00fcssen sich Junker und Maid die Treue halten, ehe es zur Verm\u00e4hlung kommt. Dann ist es mit der wilden Zeit ohnedies vorbei. Die Ehe als von den G\u00f6ttern geweihte Verbindung gilt als heilig, sie zu brechen als Schande und als S\u00fcnde. Das \u00e4ndert nat\u00fcrlich nichts daran, dass grade im Adel es g\u00e4ngige Praxis ist, dass Galane, Kurtisanen und Liebeleien die Ehe ein wenig auflockern &#8211; aber alles unter vorgehaltener Hand und tunlichst unter Zuhilfenahme von Condomen oder Liebchenkraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Sonderfall ist die Prostitution. W\u00e4hrend es bei Frauen, die eigentlich in ihrem gesellschaftlichen Rang etwas \u00fcber M\u00e4nnern stehen, als nieder und als Verzweiflungstat gilt, wenn sie sich f\u00fcr ein wenig Geld fremden M\u00e4nnern anbieten (und es umgekehrt als frauenverachtend und sch\u00e4big gilt, diese Dienste in Anspruch zu nehmen), gibt es bei m\u00e4nnlichen Prostitutierten zumindest eine Form, die selbst bei verheirateten Adeligen als nicht zu anr\u00fcchig gilt: Galane. Diese stattlichen M\u00e4nner (nun ja, M\u00e4nner &#8230; also, es ranken sich ja die allerwildesten Ger\u00fcchte, aber eines ist ziemlich sicher: Noch nie hat ein Galan ein Kind gezeugt&#8230;), ausgebildet in der Trevianischen Schule der Galanterie, sind schillernde, bunte und meist recht locker bekleidete T\u00e4nzer und Musiker mit gest\u00e4hlten, h\u00f6chst ansehnlichen K\u00f6rpern und einer recht genauen Kunde der weiblichen Anatomie. Einfache Lustknaben hingegen werden zwar nicht verachtet, aber sich einen zu holen gilt nicht gerade als ein Zeichen von Tugend.<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gesellschaftsschichten<\/h3>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Wintertaverne_29022020_29-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-909\" width=\"840\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Wintertaverne_29022020_29-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Wintertaverne_29022020_29-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Wintertaverne_29022020_29-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Wintertaverne_29022020_29.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie in vielen Kulturen ist auch in Thrimor bei weitem nicht jeder Stand gleicherma\u00dfen angesehen. Fast alle Macht im Land geht vom Adel aus: Zualleroberst steht Graf Folken Tirell Thrimos, gefolgt von den gew\u00e4hlten Vertretern ihrer L\u00e4ndereien, den Ratsleuten, sowie den meist \u00fcber Generationen vererbten V\u00f6gten und den weniger bedeutenden Freifrauen und Freiherren. Mehr \u00fcber sie ist im Bereich <a href=\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/politik\/\">Politik<\/a> nachzulesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch unter dem Adel ist nicht jedermann gleich angesehen. Canthari, hohe W\u00fcrdentr\u00e4ger der Textorianer, wichtige Beamte und hohe Gardistenr\u00e4nge stehen ganz oben. Freibauern, Schmiedemeister, Architekten oder Gelehrte (vor allem, wenn es Frauen sind) stehen weit \u00fcber Knechten, Zofen, Gesellen und einfachen M\u00fcllern. Diese wiederum stehen noch weit \u00fcber Lumpenh\u00e4ndlern, Abdeckern, Tagel\u00f6hnern und Lustknaben, w\u00e4hrend selbst die noch auf Bettler, Leibeigene, Huren und Diebe herabschauen. Darunter gibt es nur mehr Schwerverbrecher. Damit die auch ihre verdiente Missachtung bekommen, werden alle Schwerverbrecher, die nicht hingerichtet worden sind, mit einem speziellen Brandmahl auf dem R\u00fccken der linken Hand gekennzeichnet. Sie genie\u00dfen deutlich weniger Schutz &#8211; man darf sie beleidigen, bestehlen und misshandeln, ohne dass ein Gardist eingreifen wird. Sie d\u00fcrfen weder Canthari noch Textorianer noch Thrimorer Gardist werden, und wenn sie Handwerker sind oder werden, d\u00fcrfen sie keine Meister sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz gefinkelt ist die Sache mit dem Ansehen bei H\u00e4ndlern. Auf der einen Seite haben die meisten Thrimorer &#8211; insbesondere die etwas traditionellere Landbev\u00f6lkerung &#8211; nicht nur das \u00fcbliche Misstrauen, das alle gegen\u00fcber den Pfennigfuchsern und Halsabschneidern haben. Ihnen wird auch (ob berechtigt oder nicht) immer noch zur Last gelegt, dass es ihre Gier gewesen sei, die Thrimor nach der Grenzschlie\u00dfung beinahe dazu gebracht h\u00e4tte, den Fluch im Land zu verbreiten und das Land auszul\u00f6schen. Diesem Misstrauen steht aber gegen\u00fcber, dass H\u00e4ndler zu beachtlichem Verm\u00f6gen gelangen k\u00f6nnen und damit zu Ruhm und Einfluss. Bestes Beispiel ist wohl Erlaucht Dianthus Nordrassil, ein Empork\u00f6mmling, der es mittlerweile zum Ratsherren von Alvinion und damit dem m\u00e4chtigsten Mann gleich nach dem Grafen gemacht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen und M\u00e4nner Zuallererst sei hervorgehoben, dass Thrimor keine patriarchalische Gesellschaft ist &#8211; eher im Gegenteil. Eine Familie wird in unserem Land \u00fcber die Linie der Mutter definiert und diese gibt auch das Erbe an ihre erstgeborene Tochter weiter. 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