{"id":36,"date":"2020-04-25T08:04:11","date_gmt":"2020-04-25T06:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/relaunch2.thrimor.at\/index.php\/religoese-praxis\/"},"modified":"2023-05-24T08:50:57","modified_gmt":"2023-05-24T06:50:57","slug":"religoese-praxis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/","title":{"rendered":"Religi\u00f6se Praxis"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zugang zum Glauben<\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend f\u00fcr die Canthari Glaube und die Bindung an ihren Gott etwas Pers\u00f6nliches ist, begreifen sich die Textorianer als Mittler zwischen den Menschen und den G\u00f6ttern der Natur. Religion wird nicht als etwas Abgehobenes gesehen, das in einem Tempel oder Gotteshaus stattfindet \u2013 von wenigen Kl\u00f6stern abgesehen gibt es nicht einmal Kultst\u00e4tten \u2013 sondern als etwas Allt\u00e4gliches. Man wandelt t\u00e4glich auf Reyas Leib und atmet Eras\u2018 Odem: Die G\u00f6tter sind keine abstrakten Entit\u00e4ten, sondern die Umwelt selbst. Ein wichtiger Anspruch Malleus\u2018 des Webers ist auch, dass Priester nicht \u00fcber den Menschen stehen. Sie sind ihre Lehrer (darum ist auch die Anrede f\u00fcr einen Novizen <em>Eleve<\/em> und f\u00fcr einen Priester <em>Mentor<\/em>), aber nicht ihre Herrscher. Als Zeichen dessen tr\u00e4gt ein Priester eine Corona, einen Stirnreif mit vier gleichm\u00e4\u00dfig verteilten Zacken, einer Krone nicht un\u00e4hnlich, aber aus einfachen Materialien wie Schwemmholz oder Knochen. Priester d\u00fcrfen nie ein politisches Amt bekleiden, noch sich mit Schmuck oder Zierat bedecken. Auch sollen sie stets darauf achten, keine Eigenschaft im \u00dcberma\u00df zu zeigen: Ein Priester soll weder feige noch furchtlos sein, weder schwends\u00fcchtig noch geizig, der Liebe nicht g\u00e4nzlich entsagen, es aber auch nicht wild treiben, Festen beiwohnen, sich aber nicht besinnungslos saufen, etc. Das ist der Weg der Mitte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-463\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg 1000w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Testimonia<\/h3>\n\n\n\n<p>So gut wie jeder Thrimorer tr\u00e4gt als Zeichen seines Bekenntnisses ein Testimonium (Gelehrtensprache f\u00fcr &#8222;Zeugnis&#8220;, das abgelegt wird). Ein Testimonium ist ein Armband, das um die linke Hand gebunden wird. Die Farben der F\u00e4den, aus denen es geflochten wird, zeigen dabei, welche G\u00f6tter man verehrt. Am h\u00e4ufigsten verwendet werden die Farben Rot f\u00fcr Incendius, Wei\u00df f\u00fcr Eras, Blau f\u00fcr Lyva und Braun f\u00fcr Reya, ein Verehrer Incendius&#8216; k\u00f6nnte sein Testimonium aber auch aus roten und gelben F\u00e4den weben (oder weben lassen) und nichts h\u00e4lt einen Eras-Gl\u00e4ubigen davon ab, Hellblau als Farbe f\u00fcr seinen Gott zu w\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Orthodoxerweise ist ein Testimonium dabei entweder einem Gott zugeordnet (Cantharische Glaubensausrichtung) oder allen vieren (textorianische Ausrichtung), in der Praxis finden sich aber h\u00e4ufig Testimonia, de zwei, seltener drei G\u00f6ttern gewidmet sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-552\" width=\"432\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/MG_7614.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sterben in Thrimor<\/h3>\n\n\n\n<p>Thrimors Gott der Toten ist Incendius, der zugleich auch Herr der Flammen und Gott des Krieges ist. Leib und Seele eines Verstorbenen werden ihm anvertraut: der Leib, indem man ihn auf dem Scheiterhaufen verbrennt. Damit die Seele allerdings im Totenreich angelangt, vertraut man sie einer Gestalt an, die f\u00fcr Sterbende und ihre Liebsten eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung hat als Incendius selbst: der Mentor. In einer kurzen, aber wichtigen Passage aus <em>Der f\u00fcnfte Weg <\/em>skizziert die Legende hinter dem Mentor:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Menschen aber ergriffen Fackeln und Keulen und machten sich die Reiche der Tiere und Elfen untertan. Die aber gefallen sind, lie\u00dfen zwar wohl ihre Leiber, fanden aber keine neue Heimstatt, und so plagten die Geister der Toten die gr\u00fcnen L\u00e4nder. Die mutigsten aller Seelen aber fanden den tosenden Feuersturm, der Iogard umgab, und schritten unverzagt hinein. Das ewige Feuer Incendius\u2018 brandmarkte sie, doch ihr Mut brannte noch hei\u00dfer und so trotzten sie den gefr\u00e4\u00dfigen Feuern und taumelten geblendet durch den glosenden Feuersturm. Viele verzagten ob der unermesslichen Qualen und machten kehrt oder fielen dem Wahnsinn anheim. Einer jedoch, dessen Wille unbeugsam war, watete unbeirrt durch das Flammenmeer der H\u00f6lle, bis er vor den ewigen W\u00e4llen Iogards stand. Und so pochte er an die Tore, Stunden und Tage, bis es den Herrn der Flammen selbst verdrie\u00dfte und er an die Tore kam, um dem St\u00f6renfried zu begegnen.<br>Doch eh er zu Worten anheben konnte, klagte der Held, dessen Name verloren ist, dem Flammengott sein Leid und das seiner Br\u00fcder, die keine Heimstatt finden konnten. \u201eLass uns in deine Hallen, oh Incendius, Gott der Flammen, aufdass die wackersten aller Kriege in V\u00fcrgard mit dir tafeln, und sollten je die Daimonen Eure Sch\u00f6pfung bedrohen, werden wir gemeinsam die Waffen heben und an deiner Seite, Gott der Krieger und Krieger der G\u00f6tter, in die Schlacht ziehen.\u201c<br>Und so geschah es, dass Incendius die Hallen Iogards f\u00fcr die Menschen \u00f6ffnete.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Herold erscheint jedem Menschen, wenn er von dannen zieht, um seine Seele abzuholen. Seine Gestalt ist dabei stets die einer wichtigen Bezugsperson, die bereits den Weg nach V\u00fcrgard angetreten ist: eine Mutter, ein Lehrer, ein Vagabund, der eine wichtige Lehre erteilt hat. Der Herold ist Gegenstand zahlreicher Erz\u00e4hlungen und Sagen. H\u00e4ufig wird er mit einer Laterne in der Hand dargestellt &#8211; weswegen er im Volksmund auch &#8222;Lampenmann&#8220; genannt wird. In mancherlei Geschichten pr\u00fcft er die Seelen auch, bevor er sie nach Iogard bringt. Eine davon ist im Buch der Wahrtr\u00e4ume enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal wird man des K\u00f6rpers eines Verstorbenen nicht habhaft. In dem Fall wird &#8211; \u00fcblicherweise von Kindern des Dorfs &#8211; eine Puppe geflochten, die dann an des K\u00f6rpers statt auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, um den Herold auf die verlorene Seele aufmerksam zu machen. Auch ein Teil der Flammenweihe (siehe unten) ist allein diesen Verlorenen gewidmet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Religion im Alltag<\/h3>\n\n\n\n<p>Ein gl\u00e4ubiger Thrimorer ist angehalten, viermal am Tag zu beten:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Morgengebet, optimalerweise vor dem Fr\u00fchst\u00fcck, wendet sich an Lyva. W\u00e4hrend man sich w\u00e4scht, bittet man Lyva um Energie f\u00fcr den Tag. Hat man keine M\u00f6glichkeit sich zu waschen, sollte man zumindest etwas Wasser \u00fcber den Kopf tr\u00e4ufeln.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Tagesgebet zu Eras kann jederzeit zwischen Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen gebetet werden. Man bittet den Gott der Wege um Orientierung und Weisung.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Abendgebet zu Incendius wird \u00fcber ein warmes Abendmahl gesprochen. Ein Thrimorer sollte zu Abend immer etwas \u00fcber dem Feuer Zubereitetes essen. Ist dies \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich, muss ein kalter Segen reichen. Im Abendgebet bittet man Incendius, die am Tag verbrauchte Kraft wieder zur\u00fcckzubekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn man die Stube zum letzten Mal vor dem Schlafengehen betritt, bittet man im Nachtgebet Reya um Schutz f\u00fcr die Nacht. Wie \u00fcblich bei Anrufungen an Reya dr\u00fcckt man sich dabei etwas Erde auf die Stirn.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Gebet ist \u2013 wie die Religion selbst \u2013 nach dem Prinzip 4+1 aufgebaut. Man spricht vier S\u00e4tze, die vier Teilen des K\u00f6rpers zugeordnet sind:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine Demutsbezeugung (Knie)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; eine Bezeugung der Liebe, der Dankbarkeit oder des Respekts (Lenden)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; einen Wunsch (Herz)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; einen Lobpreis (Kopf)<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abschluss (der f\u00fcnfte Teil) besteht wieder aus 4+1 Teilen: Erst ber\u00fchrt man der Reihe nach mit beiden H\u00e4nden Knie, Lenden, Herz und Kopf, anschlie\u00dfend reckt man beide Arme in die H\u00f6he und ruft \u201eErat!\u201c \u2013 \u201eSo sei es!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gebet k\u00f6nnte etwa so klingen: \u201eIch werfe mich nieder vor dir, Lyva, denn ich liebe das Leben und deine Gesch\u00f6pfe. Erwecke mich mit neuer Kraft f\u00fcr den Tag. Du bist das Wasser, die Liebe und das Leben. Erat!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>oder \u201eIch beuge mein Haupt, g\u00f6ttlicher Incendius, und danke dir f\u00fcr die Kraft, die in meinen Adern brennt. Segne dieses Abendmahl, aufdass es mich st\u00e4rke f\u00fcr einen neuen Tag. Du bist das Feuer, die Kraft und der Wille, der mich treibt. Erat!\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Feste und Feiertage<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Regelm\u00e4\u00dfige Feste<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Flammenweihe<\/h5>\n\n\n\n<p>Einmal j\u00e4hrlich zur Sommersonnenwende wird ein Fest zu Ehren des Toten- und Kriegsgottes gefeiert. \u00dcblicherweise segnet ein Priester an diesem Tag die Waffen aller rechtschaffenen Streiter. Zu Sonnenuntergang werden dann zwei Feuerwachen ernannt \u2013 gl\u00e4ubige Krieger, deren Aufgabe es ist, darauf zu achten, dass das Opferfeuer bis zum Morgen nicht erlischt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einem Scheiterhaufen wird eine h\u00e4ufig menschengro\u00dfe Puppe \u2013 geflochten oder gewickelt von den Kindern des Dorfes \u2013 aufgebahrt oder -gestellt. Ein Priester bittet Incendius, dieses Opfer stellvertretend f\u00fcr all jene aufzunehmen, die nicht rechtm\u00e4\u00dfig bestattet werden konnten. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen die Gl\u00e4ubigen Opfer ins Feuer werfen \u2013 Kriegsbeute, pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde oder dergleichen \u2013 und Holzst\u00fccke, die mit den Namen, Gesichtern oder pers\u00f6nlichen Dingen von Verstorbenen versehen sind, den Flammen darbieten, um f\u00fcr die Seele eines Angeh\u00f6rigen zu beten.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Reyadank<\/h5>\n\n\n\n<p>Das traditionelle Fest zu Ehren der G\u00f6ttin Reya (auch Reyadank genannt) wird seit jeher im Herbst nach der Erntezeit gefeiert, um der G\u00f6ttin der Erde f\u00fcr ihre Gaben zu danken. Die \u00fcblicherweise zweit\u00e4gige Feierlichkeit umfasst eine Reihe von Traditionen, kleinen Ritualen, sowie zwei Zeremonien; eine um der sch\u00fctzenden Mutter f\u00fcr die Ertr\u00e4ge des vergangenen Jahres zu danken, und eine um sie auch f\u00fcr das kommende Jahr um ihren Segen zu bitten. Doch immer langsam mit den jungen Kobolden; alles sch\u00f6n der Reihe nach&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-932\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8216.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Vorbereitungen f\u00fcr dieses besondere Fest umfassen unter anderem folgende gemeinschaftliche Aktivit\u00e4ten:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Flechten von Girlanden, Blumenkr\u00e4nzen und Kr\u00e4uterstr\u00e4u\u00dfchen,<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Dekorieren des &#8222;Festsaals&#8220; (der je nach gesellschaftlichem Stand auch einfach nur eine Scheune oder eine Wiese sein kann), sowie des Schreins zur Huldigung Reyas,<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Backen der traditionellen f\u00fcnfzackigen Sternenbrote (mehr dazu in der zweiten Zeremonie),<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Kochen des traditionellen Festmahls (bestehend aus faschiertem Braten, Erdapfelstampf und buntem Getreide),<\/p>\n\n\n\n<p>\u00b7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; die Vorbereitung des Lagerfeuers, sowie einer ausreichenden (!) Menge an Getr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Abschluss dieser Vorbereitungen, bei denen nicht selten bereits einige der G\u00e4ste anwesend sind und den\/die Gastgeber tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen, beginnt der Auftakt der ersten Zeremonie: Dem offiziellen Eintreffen der G\u00e4ste, bei dem man als Demutsbekundung der G\u00f6ttin gegen\u00fcber die Kopfbedeckung abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach legen alle Teilnehmer ein mitgebrachtes Kr\u00e4uterstr\u00e4u\u00dfchen am Schrein ab, w\u00e4hrend sie f\u00fcr sich (oder auch f\u00fcr alle h\u00f6rbar) zum Ausdruck bringen, wof\u00fcr sie im vergangenen Erntejahr dankbar sind. Im Anschluss daran nehmen alle Teilnehmer ein K\u00f6rnchen Saatgut (meist Bohne, Erbse, Linse, o.\u00e4.) aus einem Kistchen, w\u00e4hrend sie f\u00fcr sich (oder auch f\u00fcr alle) zum Ausdruch bringen, was sie sich f\u00fcr das kommende Erntejahr w\u00fcnschen und erhoffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es Winter wird und alle den G\u00fcrtel enger schnallen, wird ein letztes gro\u00dfes Festmahl gefeiert, bei dem Reyas Gaben Huldigung erwiesen wird. Doch bevor gegessen wird, kr\u00f6nt der Priester (sollte keiner anwesend sein, der Dorf\u00e4lteste oder eine andere verantwortungsvolle Person) die Erntejungfer und den Erntejunker mit Blumenkr\u00e4nzen. Diesem Erntepaar kommt eine besondere Ehrenposition an der Tafel zu; sie f\u00fchren die Spiele am n\u00e4chsten Tag und pflanzen w\u00e4hrend der zweiten Zeremonie gemeinsam einen Baum.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahl des Erntepaares obliegt jedoch nicht dem Priester (oder seinem Stellvertreter) selbst, sondern geht wie folgt vonstatten: Beim Eintreffen bekommt jeder Teilnehmer am Fest zwei B\u00e4ndchen. Eines bindet er an die Maid, die er gerne als Erntejungfer sehen m\u00f6chte, und eines an den J\u00fcngling, der zum Erntejunker werden soll. Die Maid und der J\u00fcngling mit jeweils den meisten erhaltenen B\u00e4ndern bilden gemeinsam das Erntepaar.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor gegessen wird folgen Gebete, eine Predigt sowie Segnung und Opfer der Speisen und dann endlich werden traditionell faschierter Braten, Erdapfelstampf und buntes Getreide verzehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings nimmt sich niemand seine Portion selbst; als Symbol daf\u00fcr, dass alle unter dem Schutz der Gemeinschaft stehen, wird einem die Mahlzeit von den Umsitzenden gereicht. Wenn jemandem der Teller gegeben wird, spricht der Gebende &#8222;M\u00f6ge Reya ihre sch\u00fctzende Hand \u00fcber dich halten.&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Um seine Dankbarkeit anderen gegen\u00fcber zum Ausdruck zu bringen werden immer wieder Trinkspr\u00fcche zum Besten gegeben; jedoch nicht nur wie \u00fcblich auf den Grafen, sondern auch auf Personen, denen man zu besonderem Dank verpflichtet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr alle, die nach dieser zuweilen ausschweifenden Feierlichkeit noch in der Lage sind (also sprich: n\u00fcchtern genug sind, um&#8230;) zu knien, folgt zu sp\u00e4terer Stunde wie \u00fcblich unter Anleitung des Priesters oder eines Stellvertreters das traditionelle Nachgebet, bei dem f\u00fcr die gesamte Festgesellschaft Reyas sch\u00fctzende Hand erbeten wird, und zugleich die erste Zeremonie und der erste Tag der Feier ihr Ende finden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am darauffolgenden Tag beginnt (sobald der Gro\u00dfteil der Feiernden sich wieder dazu in der Lage f\u00fchlt) die zweite Zeremonie mit dem sogenannten &#8222;Sternenzupfen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Traditionell werden zu Reyadank f\u00fcnfzackige Sternenbrote gebacken, deren F\u00fcllungen dabei von Dorf zu Dorf, von Koch zu Koch, von Gro\u00dfmutter zu Gro\u00dfmutter variieren k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich hat jeder dabei seine eigenen Vorlieben und wei\u00df genau, wie es &#8222;richtig&#8220; geh\u00f6rt, was oft zu freundschaftlichen Diskussionen oder Gerangel f\u00fchrt. Die bei der Herstellung anfallenden kleinen Reste werden direkt nach dem Backen vor allem von den Kindern gerne genascht. Die eigentlichen Sterne sind allerdings dem Fr\u00fchst\u00fcck nach dem Festmahl vorbehalten, und werden von den Teilnehmern der Festlichkeit mit den Fingern &#8222;auseinandergezupft&#8220;. Das Spannende an dieser Tradition ist, dass in den f\u00fcnfzackigen Sternenbroten drei Gegenst\u00e4nde eingebacken sind: eine M\u00fcnze, eine Bohne, sowie ein St\u00fcck Papier. Wer eines davon in seinem St\u00fcckchen Brot findet, hat im folgenden Erntejahr entweder Reichtum (M\u00fcnze), eine gute Ernte (Bohne) oder bekommt eine wichtige Nachricht (Papier).<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vormittag steht im Zeichen der Spiele, vor allem des Gampfball. Das Brautpaar w\u00e4hlt und f\u00fchrt je eine der beiden Mannschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Herzst\u00fcck der zweiten Zeremonie ist jedoch die sogenannte &#8222;Baumzeremonie&#8220;, das ritualisierte Pflanzen eines Baumes durch das am Vortag bestimmte Erntepaar. Wenn und solange der Baum gedeiht, ist Reya dem Dorf gn\u00e4dig gestimmt. Auch hier geh\u00f6ren nat\u00fcrlich wieder einige Gebete, eine Predigt durch den Priester (oder seinen Stellvertreter) sowie symbolische Gesten der Feiernden dazu. Am Ende der Zeremonie nimmt sich jeder eines der am Vortag abgelegten Kr\u00e4uterstr\u00e4u\u00dfchen (vorzugsweise NICHT sein eigenes) mit nach Hause. Es wird zuhause neben den Herd geh\u00e4ngt und soll dem Haus das ganze Jahr Schutz und Segen bringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-930\" srcset=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/MG_8020.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Neujahr<\/h5>\n\n\n\n<p>Am ersten Tag der Aussaat beginnt das neue Jahr in Thrimor. Es hei\u00dft, dass alles Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck, das einem diesen Morgen aus fremder Hand oder der Hand der G\u00f6tter widerf\u00e4hrt, das ganze Jahr \u00fcberdauert. Wenn man etwa krank ist, so wird man das ganze Jahr \u00fcber krank sein. Wenn man aber etwas von Wert findet, wird es ein Jahr des Wohlstands. Deswegen verstecken viele Thrimorer f\u00fcr ihre Liebsten Dinge von Wert, damit diese von ihnen gefunden werden \u2013 und umgekehrt suchen die meisten morgens gierig alles ab, in der Hoffnung, etwas Wertvolles zu finden. Thrimorer sind die letzten Tage des Jahres meist besonders freundlich \u2013 kaum ein b\u00f6seres Omen, als am Neujahrsmorgen in einem Kuhfladen aufzuwachen! Gefeiert wird das Neujahr nat\u00fcrlich auch \u2013 aber erst am Abend des neuen Jahres, da die Aussicht auf 365 Tage Kopfweh f\u00fcr niemanden sehr ansprechend ist.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Mustertag<\/h5>\n\n\n\n<p>Am 21. Tag der Aussaat mustert Incendius seine Heerscharen mit Wohlgefallen. Man glaubt, dass er auch die Lebenden mustert, deswegen macht man an diesem Tag Freunden und Verwandten Geschenke, um Incendius zu gefallen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Nunsk\u00f6gnar<\/h5>\n\n\n\n<p>Genau am Ende der ersten Woche der Frostn\u00e4chte [OT-Information: Am 31.10.] feiern die Thrimorer einen uralten Brauch namens Nunsk\u00f6gnar. Die Grenze zwischen Lebenden und Toten verschwindet fast. Man verkleidet sich, entweder gr\u00e4sslich, um die Toten zu vertreiben, lustig, um ihnen den Schrecken zu nehmen, sch\u00f6n, um mit ihnen zu sprechen oder unauff\u00e4llig, um ihnen zu entgehen. Die Art, Nunsk\u00f6gnar zu feiern, ist von Land zu Land unterschiedlich. Vor allem im Norden ist es ein \u00e4u\u00dferst wichtiger Feiertag.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Feste des Lebenszyklus<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Tauche<\/h5>\n\n\n\n<p>Ein neugeborenes Kind wird alle vier Tage in ein Becken mit gesegnetem Wasser, einen Fluss, Teich oder, wenn es nicht anders geht, eine Sch\u00fcssel Wasser getaucht. Das erste Mal, so der Glaube, wird der K\u00f6rper von den G\u00f6ttern angenommen, sodass er nach seinem Tod in die ewigen Gefilde eingehen kann. Beim zweiten Mal f\u00e4hrt die Seele in den K\u00f6rper ein \u2013 bis dahin wird ein Neugeborenes als Ding betrachtet. Beim dritten Mal dringt der Geist in das Kleinkind ein und gibt ihm die M\u00f6glichkeit, zu denken zu lernen. Beim vierten und letzten Mal wird dem Kind ein Name gegeben, und fortan gilt es als vollwertiger Mensch und Mitglied der Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>[OT-Anmerkung: Aus heutiger Sicht mag es grausam erscheinen, ein Kind bis zum 8. Tag nicht als Lebewesen anzusehen und bis zum 16. Tag nicht als Mitglied der Gemeinschaft, aber da in Thrimor trotz Heilmagie S\u00e4uglingssterblichkeit etwas ganz Gew\u00f6hnliches ist, ist das notwendig, um den Schmerz eines toten S\u00e4uglings besser zu verdauen.]<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Verlobung<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Verlobung ist ein gro\u00dfer Schritt im Lebens eines Thrimorers, denn es hei\u00dft, sich nur einem einzelnen Menschen voll und ganz zu verschreiben. Die Jugend ist f\u00fcr viele eine Zeit, in der sie Feste, R\u00e4usche und die eine oder andere Liebschaft genie\u00dfen. Freilich liegt gerade auf unverheirateten M\u00e4dchen h\u00e4ufig das wachsame Auge ihrer M\u00fctter und Schwestern, aber die weite Verbreitung des Liebchenkrauts \u2013 einer an Flussl\u00e4ufen vorkommenden Pflanze, deren Saft empf\u00e4ngnisverh\u00fctend wirkt \u2013 sowie der M\u00f6glichkeit, die Blase des im Niel\u2019tus-See heimischen Fisches Condominium condominium auszukochen und sich \u00fcberzust\u00fclpen (das fertige Produkt wird oft abgek\u00fcrzt als Condom bezeichnet) erlaubt so manche T\u00e4ndelei ohne gravierende Folgen. Ab dem Zeitpunkt der Verlobung allerdings m\u00fcssen sich die beiden allerdings treu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ehe ein junges Paar diesen gewichtigen Schritt tun kann, muss der Mann allerdings um sein zuk\u00fcnftiges Weib werben. Im Zuge der Werbung versucht er dreimal, seiner Herzensdame ein Geschenk zu machen, in dem etwas Gr\u00fcnes vorkommt. Nimmt die Liebste das erste Geschenk an, so hei\u00dft das, dass sie seine Freundschaft akzeptiert \u2013 aber nicht mehr. Die Werbung ist zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Lehnt sie dieses Geschenk allerdings ab, kann er ihr ein zweites antragen. W\u00e4hlt sie dieses, so ist die Dame einer Liebelei nicht abgetan \u2013 einer Verlobung aber schon. Erst das dritte Geschenk, wenn es angenommen wird, zeigt ihr Einverst\u00e4ndnis, sich den Werber zum Gemahl zu machen. Die Ungewissheit, wenn schon ein oder zwei Geschenke abgewiesen worden sind, kann f\u00fcr den einen oder anderen nat\u00fcrlich \u00e4u\u00dferst zerm\u00fcrbend sein.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis ist es nat\u00fcrlich h\u00e4ufig so, dass zwei junge Liebende schon vorher von der Leidenschaft \u00fcbermannt im Stroh verschwinden. Dennoch geh\u00f6rt es zum guten Ton, die ersten beiden Geschenke abzulehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun muss sich der Werber aber nicht nur als gef\u00e4llig, sondern auch als der Dame w\u00fcrdig erweisen. Im Zuge der Verlobungsfeierlichkeiten fordert er die M\u00e4nner Thrimors, die sein k\u00fcnftiges Weib f\u00fcr sich begehren, auf, sie ihm im Duell abzuringen. Drei M\u00e4nner d\u00fcrfen, sollen und m\u00fcssen gegen den Werber antreten \u2013 in jeweils einer Disziplin, die die K\u00fcnftige w\u00e4hlt (eine letzte M\u00f6glichkeit, doch noch lenkend einzugreifen, sollte sie es sich anders \u00fcberlegt haben. Die Wahl der Disziplinen kann sehr viel \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der beiden zueinander aussagen: Fordert sie ihn? Macht sie es ihm leicht? Wird er l\u00e4cherlich gemacht? Die Grenzen sind hier sehr offen und reichen von Duellen auf Leben und Tod bis zu Sackh\u00fcpfen mit einem rohen Ei im Mund).<\/p>\n\n\n\n<p>In aller Regel wird auf der Verlobungsfeier niemand sein, der <em>ernsthaft<\/em> versucht, seinem Freund die Angebetete abspenstig zu machen. In dem Fall ist es \u00fcblich, dass drei enge Freunde hervortreten und tunlichst daf\u00fcr sorgen, dass sie gegen den Werber verlieren, um ihn als w\u00fcrdig zu erweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist der k\u00fcnftige Gatte siegreich, gilt die Verlobung. Braut und Br\u00e4utigam schenken einander etwas Pers\u00f6nliches, das ihr Gegen\u00fcber immer am K\u00f6rper tragen muss. Verliert er dieses Kleinod (oder wird es gestohlen!), so ist die Verlobung gel\u00f6st. Die Verlobung selbst soll so lange andauern, dass alle vier G\u00f6tter Zeugen sein k\u00f6nnen, d.h. so, dass alle vier Jahreszeiten zumindest einen Tag lang angedauert haben. In dieser Zeit m\u00fcssen die beiden gemeinsam eine Reise tun, bevor sie den Bund der Ehe tats\u00e4chlich schlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Hochzeit<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Hochzeit selbst ist von Paar zu Paar sehr unterschiedlich und h\u00e4ngt stark von ihrem Glauben ab. Rituale der Elemente und h\u00e4ufig auch des Shabbar-Kultes vermischen sich, da jedes Paar ihre Hochzeit pers\u00f6nlich gestaltet. Neben dem Priester ist h\u00e4ufig auch ein Beamter vor Ort, der alles Rechtliche festh\u00e4lt und f\u00fcgt \u2013 in kleinen D\u00f6rfern macht das der Priester auch selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Paare holen sich den Segen aller vier G\u00f6tter, indem sie:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; seine linke Hand und ihre rechte Hand mit einem (h\u00e4ufig blauen) Tuch zusammenbinden (Eras)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; gemeinsam barfu\u00df \u00fcber die Erde (Reya)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; zu einem Feuerkreis gehen, durch den sie gemeinsam schreiten (Incendius, von hier auch das Sprichwort: gemeinsam durchs Feuer gehen \u2013 auch wenn das nicht exklusiv Paaren vorenthalten ist)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; und schlie\u00dflich in ein Becken oder einen Fluss steigen (Lyva).<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Segen Shabbars wird h\u00e4ufig durch das Anz\u00fcnden einer gesegneten Kerze oder gar den Segen eines Shabbar\u2019Attas eingeholt. Weitere typische Elemente einer Hochzeit sind ein pers\u00f6nliches Lied, das die Freunde des Paares f\u00fcr die Eheleute erdichtet haben, die \u00dcbergabe von Geschenken an das Brautpaar und das gegenseitige Reichen von Brot und Met zwischen Braut und Br\u00e4utigam, was das st\u00e4ndige Geben und Nehmen im Bund der Ehe symbolisieren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas, das \u00fcblicherweise nicht das Brautpaar, sondern enge Freunde oder Familie organisieren, ist folgender Brauch, der ganz klar aus alten Zeiten kommt. Eine dem Brautpaar nahestehende Person verkleidet sich als Graf (h\u00e4ufig sind Masken, oder auch nur feine Kleider \u2013 er soll nur als \u201eder Graf\u201c erkennbar sein) und treibt \u201eSteuern\u201c unter den G\u00e4sten ein. Dies ist in der Regel ein Geldbetrag, der einen Teil der Kosten der Hochzeit decken soll. Sobald der Graf alles Geld gesammelt hat, empf\u00e4ngt er den Br\u00e4utigam, der ihn dann bittet, sein Weib ehelichen zu d\u00fcrfen. \u201eDer Graf\u201c \u00fcberreicht ihm dann feierlich im Namen Thrimors die Mitgift seiner Landsleute (davon abgesehen gibt es in Thrimor schon seit Jahrhunderten keine Mitgift. Es ist auch heute \u00fcblich, dass das gesammelte Geld nicht dem Br\u00e4utigam alleine, sondern dem Brautpaar gemeinsam geh\u00f6rt \u2013 wie auch die Kosten der Heirat).<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Akt, der auf einer Hochzeit niemals fehlen darf, ist das \u201eBrechen\u201c des Amuletts. Im Vorfeld der Eheschlie\u00dfung l\u00e4sst sich ein Brautpaar \u00fcblicherweise ein Paar aus Amuletten fertigen, die zusammengef\u00fcgt ein Ganzes ergeben. Der Priester, der die Ehe schlie\u00dft, legt die beiden Amulette so zusammengelegt auf ein P\u00f6lsterchen oder Tuch. Nach der Eheschlie\u00dfungszeremonie \u201ebricht\u201c er sie auseinander und h\u00e4ngt Braut und Br\u00e4utigam ihren Teil um. Dieses Amulett soll zeigen, dass die beiden, obwohl zwei verschiedene Menschen, jetzt eins sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugang zum Glauben W\u00e4hrend f\u00fcr die Canthari Glaube und die Bindung an ihren Gott etwas Pers\u00f6nliches ist, begreifen sich die Textorianer als Mittler zwischen den Menschen und den G\u00f6ttern der Natur. Religion wird nicht als etwas Abgehobenes gesehen, das in einem Tempel oder Gotteshaus stattfindet \u2013 von wenigen Kl\u00f6stern abgesehen gibt es nicht einmal Kultst\u00e4tten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":89,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"footnotes":""},"class_list":["post-36","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zugang zum Glauben W\u00e4hrend f\u00fcr die Canthari Glaube und die Bindung an ihren Gott etwas Pers\u00f6nliches ist, begreifen sich die Textorianer als Mittler zwischen den Menschen und den G\u00f6ttern der Natur. Religion wird nicht als etwas Abgehobenes gesehen, das in einem Tempel oder Gotteshaus stattfindet \u2013 von wenigen Kl\u00f6stern abgesehen gibt es nicht einmal Kultst\u00e4tten [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Thrimorer Garde\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-05-24T06:50:57+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"21\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/\",\"url\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/\",\"name\":\"Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg\",\"datePublished\":\"2020-04-25T06:04:11+00:00\",\"dateModified\":\"2023-05-24T06:50:57+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg\",\"width\":1000,\"height\":667},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Hintergr\u00fcnde (IT)\",\"item\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Religi\u00f6se Praxis\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/\",\"name\":\"Thrimorer Garde\",\"description\":\"Eine engagierte LARP-Community aus Salzburg\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.thrimor.at\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde","og_description":"Zugang zum Glauben W\u00e4hrend f\u00fcr die Canthari Glaube und die Bindung an ihren Gott etwas Pers\u00f6nliches ist, begreifen sich die Textorianer als Mittler zwischen den Menschen und den G\u00f6ttern der Natur. Religion wird nicht als etwas Abgehobenes gesehen, das in einem Tempel oder Gotteshaus stattfindet \u2013 von wenigen Kl\u00f6stern abgesehen gibt es nicht einmal Kultst\u00e4tten [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/","og_site_name":"Thrimorer Garde","article_modified_time":"2023-05-24T06:50:57+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg","type":"","width":"","height":""}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"21\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/","url":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/","name":"Religi\u00f6se Praxis - Thrimorer Garde","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg","datePublished":"2020-04-25T06:04:11+00:00","dateModified":"2023-05-24T06:50:57+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.thrimor.at\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/MG_1477.jpg","width":1000,"height":667},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/religoese-praxis\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.thrimor.at\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Hintergr\u00fcnde (IT)","item":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/hintergruende-it\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Religi\u00f6se Praxis"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.thrimor.at\/#website","url":"https:\/\/www.thrimor.at\/","name":"Thrimorer Garde","description":"Eine engagierte LARP-Community aus Salzburg","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.thrimor.at\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1301,"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36\/revisions\/1301"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/89"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.thrimor.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}